NETTZ.Gespräch: Attention, please! Resilienz in der Aufmerksamkeitsökonomie

Wann? 18. November 2026 | 11:00-12:30 Uhr

Wo? Online per Zoom

Anmeldungen sind bis zum 17. November möglich. Der Zoom-Link zur Veranstaltung wird nach erfolgreicher Registrierung kurz vor Beginn per E-Mail verschickt. 

Nur kurz aufs Handy schauen, und plötzlich ist eine halbe Stunde vergangen – wer kennt es nicht? Digitale Plattformen konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit, und ihre Geschäftsmodelle sind darauf ausgelegt, uns möglichst lange zu binden. Das hat Folgen für unser Wohlbefinden und unsere Konzentration, aber auch für unsere Demokratie. Wenn Algorithmen Empörung belohnen und Zuspitzung sichtbarer ist als Differenzierung, verändert sich, wie wir miteinander streiten und wem wir noch zuhören.

In unserem NETTZ.Gespräch am 18. November 2026 wollen wir zunächst verstehen, wie die Aufmerksamkeitsökonomie auf uns als Einzelne und auf uns als Gesellschaft wirkt. Anschließend richten wir den Blick auf Lösungen: Was für individuelle Interventionen gibt es und was für welche, die Community based sind?

Zum Auftakt ordnet Philipp Lorenz-Spreen aus wissenschaftlicher Perspektive ein, welche Mechanismen hinter der Aufmerksamkeitsökonomie stehen und wie sie Individuen und den demokratischen Diskurs prägt. Anschließend stellt Frederik Riedel in einem kurzen Input die App one sec vor. Die App baut bewusst eine kleine Pause ein, bevor sich ablenkende Apps öffnen. Im offenen Gespräch schließt sich Scintilla Benevolo vom Offline Club Cologne der Gesprächsrunde an. Der Offline Club organisiert analoge Begegnungen ohne Smartphone.

Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren wir:

  • Wie wirkt sich die Aufmerksamkeitsökonomie auf unser Wohlbefinden, unsere Konzentration und unser Informationsverhalten aus?
  • Welche Folgen hat sie für den demokratischen Diskurs, etwa für Polarisierung, Empörungs-Dynamiken und die Qualität öffentlicher Debatten?
  • Was können individuelle Tools leisten, und wo stoßen sie an ihre Grenzen?
  • Welche Rolle spielen Gemeinschaft und analoge Räume, wenn es darum geht, digitale Resilienz aufzubauen?

 


Förderhinweis:

Das NETTZ.Gespräch ist eine Veranstaltung von Das NETTZ als Teil von toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation und wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Deutschen Postcode Lotterie. Dieses NETTZ.Gespräch wird außerdem von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.

 

Wann
18. November 2026 von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr